© Museum Villa Retznei

Wir stellen vor: SCHLOSS LIND. Das ANDERE heimatmuseum.

SCHLOSS LIND
Das ANDERE heimatmuseum, ein Hybrid aus Gesamtkunstwerk, Gedenkort, Kulturzentrum und Skulpturenpark, das 2026 sein 30-jähriges Jubiläum feiert, ist in der österreichischen Kulturinitiativen-Landschaft ein Solitär. Als eines der wenigen noch erhaltenen Außenlager des KZ-Mauthausens präsentiert es auf rund 2000 Quadratmetern im Schloss, in 14 Parkgalerien und einem ökologisch-nachhaltigen Kunst/Landschaft/Park mit Wildblumenwiesen Erinnerungskunst und zeitgenössische ortsspezifische Arbeiten und versucht, sich der Erinnerungsarbeit nicht ausschließlich durch Wissenschaft, sondern auch durch Kunst anzunähern. Es ist eines der größten, nicht vom Staat betriebenen Institutionen für zeitgenössische Kunst in der Steiermark und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet (Kulturlandschaftspreis, zweimal Volkskulturpreis, Hans Marschalek-Preis des Mauthausenkomitees). 2011 wurde es nach dem Tod des Museumsgründers und bildenden Künstlers Aramis (siehe: „Über den Gesamtkunstwerker und Ruinenbaumeister Aramis. Andreas Staudinger, Leykam“), dessen Nachlass den Kern des Museums bildet, von den Kurator*innen Britta Sievers und Andreas Staudinger übernommen und seither behutsam um andere zeitgenössische künstlerische Positionen erweitert. 

DIE GEDENKSTÄTTE                                                                                                                                                                  
In den Räumen von Schloss Lind befand sich von 1942-45 eine Nebenstelle des KZ-Mauthausens, in der rund 20 Häftlinge untergebracht waren. Daneben waren in den Kasematten im ersten Stock rund 50 russische und französische Kriegsgefangene interniert. Anhand eines Leitsystems  durch das gesamte Schloss (Konzept: Uli Vonbank-Schedler, Werner Koroschitz) können Besucher*innen die Sozialgeschichte der Häftlinge nachvollziehen.

DER PARK
Seit 2020 damit begonnen wurde, die Nutztierweiden rund um Schloss Lind in einen großen Landschaftspark zu verwandeln, beschäftigen das Kurator*innen-Team auch die vielen Tier- und Pflanzenfamilien, die meist am Rand unserer Wahrnehmung existieren. Was soll man also in einem Park der Zukunft wachsen lassen, was soll man pflanzen, wo muss/soll man eingreifen, wieviel Wildnis erträgt man? Diesen und ähnlichen Fragen gehen die Betreiber*innen des Museums zusammen mit jährlich wechselnden Künstler*innen auf diesem Experimentierfeld am Schnittpunkt von Natur, Kunst, Landschaftstheorie und Naturwissenschaft nach. 
Genießen sie einen Rundgang durch eine 3 Hektar große Wildblumen-Wildnis in der post-glazialen Landschaft des Lindfelds mit seinen vierzehn Parkgalerien und zahlreichen ortsspezifischen Skulpturen und Kunst-Installationen. Und lassen sie sich Zeit!

Öffnungszeiten:
Der Park und die Parkgalerien sind das gesamte Jahr frei zugänglich.
Museum: 9. Mai – 20. Oktober 2026, gegen telefonische Anmeldung
Kontakt: 03584/3091 oder info@schlosslind.at  
Veranstaltungen 2026: siehe www.schlosslind.at

Ausstellungen 2026:
Francesco Qualizza (I), Gertrude Moser-Wagner, Giuliano Orsingher (I), Verena Gaudi (USA), Ina Loitzl, Wolfram Orthacker, Zweintopf, Wolfgang Reiter, Klaus Oberhammer

Aus den bestehenden Sammlungen werden weiterhin zu sehen sein:
Aramis, Werner Hofmeister, Frauke Danzer (BRD), Martha Laschkolnig, Simon Goritschnig, Karin Reinprecht, Klaus Oberhammer, Anna Rubin, Wolfgang Temmel, Peter Karlhuber, Hanno Kautz, Martin Dickinger, Vivian Simbürger, One Two Much, Gertrud Weiss-Richter, Erich Pammer, Richard Klammer, Johannes Puch, Billan Mari (SY), Martin Schinagl, Gridchen Pliessnig