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Heimat.Museum im Tabor

© Heimat.Museum im Tabor

Mitten in Feldbach, hinter der Pfarrkirche, befindet sich eine mittelalterliche Wehranlage. Mit der Errichtung dieses sogenannten Tabors wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts begonnen. An der Schutzmauer um die Kirche baute man auf der Innenseite eine dicht geschlossene Häuserzeile mit Wohnräumen, Vorratskellern und Ställen, in die sich die Marktbewohner bei Gefahr mit ihren Habseligkeiten und dem Vieh zurückziehen konnten. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Befestigungsanlage rund um die Kirche mehrmals ausgebaut und nach Angriffen durch die Türken bzw. aufständische Adelige aus Ungarn immer wieder renoviert und verbessert. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts verlor der Tabor immer mehr an Bedeutung und die Gebäude wurden vor allem als Schul- und Abstellräume, Magazine, Gemüse- und Eiskeller benutzt.
Im Jahr 1952 kam es durch die Eröffnung des Feldbacher Heimatmuseums im nördlichen Teil zu einer Wiederbelebung des Tabors, der heute ein vielfältiges Museum mit mehreren Abteilungen beherbergt. Sie dokumentieren das Leben in der Oststeiermark von der Steinzeit bis in die jüngste Vergangenheit.
Neben dem volkskundlichen Museum gibt es zahlreiche weitere Abteilungen wie das 1977 entstandene "Erste steirische Fischereimuseum", welches Einblick in den Lebensraum des Raabflußes gibt.
Das "Krobath'sche Firmenmuseum" zeigt eine breite Palette an landwirtschaftlichen Maschinen, besonders Mühlen und Dreschmaschinen. Das Schneidereimuseum, gegründet 1982, ist aus der privaten Sammlung des Schneidermeisters Kurt Schuller entstanden. Ein besonders schönes Stück ist die reich verzierte Feldbacher Schneiderinnungslade aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Schauwerkstätte kann von Schülern aktiv genutzt werden.
Das Wachsmuseum gibt einen Überblick über das Handwerk der Lebzelter, Wachszieher und Metsieder. Die mineralogischen Sammlung gibt einen Einblick in die Welt der Kristalle, Opale und Mineralbildungen. Eine besondere Rarität ist der Kolbeckit, der außer im Gleichenberger Klausensteinbruch nur noch an drei anderen Fundorten der Erde vorkommt.
Fast ausgestorbene Handwerkszweige wie Lederer, Schuster, Seiler, Sattler, Faßbinder, Wagner, Zimmerer und Schmied werden anhand ihrer Werkzeuge und Produkte präsentiert.
Das Feuerwehrmuseum ist der seit 1869 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr von Feldbach gewidmet und dokumentiert anhand einiger Spritzenwagen, verschiedener Ausrüstungsgegenstände und Uniformen die Brandbekämpfung von einst.


Unsere Angebote für junge Menschen

Entdecke, was eine bäuerliche Familie früher gegessen hat. Wie haben die Menschen früher gekocht, welche Fische lebten in der Raab? Individuelle Führungen und museumspädagogische Programme bietet das Heimat.Museum im Tabor für alle Altersstufen an. In der Kreativwerkstatt legst du selbst Hand an: Schreiben mit Federkiel und Tinte in der historischen Schulklasse oder Experimentieren mit Vulkanausbrüchen. Stationen für alle Sinne bieten viele Möglichkeiten, das Museum zu erleben. Auf euch Kinder wartet die Museumstasche mit Spielen, Rätseln und Geschichten!

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Hauptplatz (Steinerner Metzen), Pfarrkirche, Villa Hold, Begehbarer Fluss, Kalvarienberg