Willkommen in der außergewöhnlichen Welt der steirischen Museen!
© UMJ \ Nicolas Lackner

Kontakt und Information

Universitätsplatz 3/ KG, 8010 Graz

T: +43 316 380 6514

F: +43 316 380 9447

E: kriminalmuseum@uni-graz.at

I: kriminalmuseum.uni-graz.at


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Öffnungszeiten

Mo 11 Uhr (außer Feiertag),
Führung jederzeit nach Vereinbarung

Service

Barrierefreier Zugang Angebote für Kinder und Schulklassen Gastronomie im Museum oder in der Nähe Registriertes Museum Im Winter geöffnet

Angebote für junge Menschen

Zuordnungen

Ort: Graz

Bezirk: Graz-Stadt

Tourismusregion: Graz und Region Graz

Kategorie: Spezialthema

Themenschwerpunkte: Geschichte, Kulturkundliche Sammlung, Kriminalgeschichte, Kriminologie, Verbrechen, Waffen

Hans Gross Kriminalmuseum

© Hans Gross Kriminalmuseum \ Ingeborg Gartler

Der Grazer Hans Gross wurde 1847 in Graz geboren, studierte Rechtswissenschaften und widmete sich früh der juridischen Praxis. Als Untersuchungsrichter und Staatsanwalt war er mit den herrschenden Methoden der Verbrechensaufklärung unzufrieden, da diese sich zu sehr auf die Zeugenaussagen stützten. Er forcierte daher die materielle Beweissicherung und Spurensuche am Tatort. Ausbildung und Verbesserung der Vorgehensweise der Tatortfachleute standen im Zentrum seiner Anstrengung. So entwickelte er eine Reihe von Methoden der Spurensicherung und Auswertung, die weltweit für die Entwicklung der Kriminologie als Wissenschaft richtungsweisend wurden. Gipsabgüsse von Fußabdrücken, genaueste Tatortskizzen, chemische und forensische Untersuchungen, die Entschlüsselung von Gaunerzinken (Geheimzeichen von Kriminellen) gehörten zu Gross' angewandten Methoden. Darüber hinaus versuchte er aber auch Gedankenstrukturen und Abläufe von Verbrechen nachzuvollziehen. Die Ergebnisse dieser praktischen Tätigkeiten publizierte Hans Gross in zahlreichen Büchern.

Zu den großen Leistungen gehörte die Entwicklung seines "Tatortkoffers", der es dem Untersuchenden vor Ort ermöglichte, selbständig Untersuchungen durchzuführen ohne von anderen Hilfmitteln abhängig zu sein. Schreibmaterial, Lupe, Messgeräte, Schrittzähler, Pinzetten, Kompaß, Kreuz und Kerzen - um jemanden rasch zu vereidigen -, Wechselstrümpfe, eine Kleinausgabe des Strafgesetzbuches oder eine Dose Zuckerl - um scheue Kinder zur Kooperation zu ermutigen - gehörten unter anderem zur Ausrüstung.
1896 bereits begann Hans Gross mit einer Lehrsammlung für die praktische Ausbildung von Untersuchungsrichtern. Ein Erlass der Habsburger Monarchie wies die Österreichischen Gerichte an, relevantes Material an dieses "Museum" zu übersenden. So entstand eine umfassende Sammlung von Corpora delicti: Tatwaffen, Schädeldecken und andere Körperteile von Opfern, Gipsabdrücke, Tatortreliefs und -skizzen, Einbruchswerkzeuge, Falschspielermaterial und vieles mehr.
Auf Initiative von Universitätsprofessor Dr. Gernot Kocher wurde die Lehrsammlung wieder aktiviert und nach eingehenden Bearbeitungen im Februar 2003 als Hans Gross-Kriminalmuseum im Untergeschoß des Hauptgebäudes der Karl-Franzens-Universität Graz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Hans Gross, der "Vater der modernen Kriminologie", war der Begründer dieser Lehrmittelsammlung für auszubildende Juristen, Polizei- und Gendarmeriebeamte. Seine Methoden der Verbrechensaufklärung wurden auf der ganzen Welt übernommen, selbst das FBI arbeitete nach seinen Verfahrensweisen. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein blieben die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Tätigkeit maßgebend.
Die Ausstellung gibt einen interessanten Einblick in die wissenschaftliche Welt der Verbrechensaufklärung, der durchaus mit Gänsehaut und Schauder verbunden ist.


Unsere Angebote für junge Menschen

Bei uns erwarten euch spannende Kriminalfälle, Geschichten von Tätern und Opfern und jede Menge kurioser Corpora Delicti. Die Methoden der Verbrechensaufklärung von Hans Gross, dem "Vater der modernen Kriminologie", wurden auf der ganzen Welt übernommen. Die Sammlung ist auch für Schulkinder ab der 4. Schulstufe geeignet. Wegen Sanierung bieten wir derzeit PowerPoint-Führungen in den Räumlichkeiten des UniGraz@Museums.

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