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Römischer Landsitz "Villa Rustica"

© MUSIS \ Margit Horvath-Suntinger

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Walter Modrijan wurden von 1961 bis 1963 die Mauerreste der "Villa rustica" in Löffelbach freigelegt und konserviert. Vorangegangen waren Beobachtungen des Grundbesitzers Franz Rodler sowie die Grabungserllaubnis der Familien Rodler und Spitzer, wobei besonders Franz Spitzer aktiv an Ausgrabung und Konservierung teilnahm. Bereits um 1700 war beim Nau des Hauses Spitzer ein römischer Grabhügel abgetragen und dabei zwei Grablöwen gefunden worden, von denen sich einer im Stadtpark Hartberg aufgestellt findet.
Nachdem 1992 die Gemeinde Hartberg-Umgebung den Grund der Villa rustica erworben hatte erfolgten zwischen 1994 und 2001 weitere Freilegungen und Sanierungsmaßnahmen. Seither ist die archäologische Stätte in Löffelbach besuchbar.
Ergraben wurde auf dem Gelände ein römischer Gutshof, eine so genannte Villa rustica. Der Gutshof war im 2. bis 4. Jahrhundert bewohnt und in mehreren Bauphasen nach dem Vorbild einer prächtigen Kaiservilla errichtet worden. So sind heute die Reste einer palastartigen Peristylvilla zu sehen. Das heißt, im Zentrum befand sich ein Innenhof der von freistehenden Säulen umgeben war, sodass ein Umgang entstand. An diese schließen die Wohnräume an. Im Westen befindet sich eine komfortable Badeanlage, die älteste in der Region Hartberg.
Im Norden befindet sich eine große, 40 m lange Repräsentationshalle mit einer Apsis. In dieser "Aula" empfing der Gutsherr die Kleinbauern und Pächter, für die er in Rechtssprechung und Sicherheit verantwortlich war.
Bedeutsam ist die Villa rustica in Löffelbach durch die gute Nachvollziehbarkeit einer römischen Landvilla, wie sie für ein friedliches, auf Landwirtschaft ausgerichtetes Land, wie es die Oststeiermark in der Römerzeit war, typisch anzutreffen ist. Verlassen wurde die Villa rustica vermutlich nicht aufgrund von Kriegsgefahr oder Kriegszertsörung, sondern weil im zerfallenden Römischen Reich die Grenzsicherheit abgenommen hatt und das Leben unsicherer geworden war.
Heimo Kaindl

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