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Bergbauschaustollen Pölfing-Brunn

© Bergbauschaustollen Pölfing-Brunn

Um 1870 erschloß der böhmische Bergmann Wenzel Radimsky die Brunner Glanzkohlengruben und baute sie zu einem der modernsten Kohlenbergbaue in der Monarchie aus. Die sogenannte "Kolonie" in Pölfing-Brunn wurde von 1871 bis 1873 als große Arbeitersiedlung nach englischem Vorbild für über 1000 Bergleute errichtet. Nach und nach schlossen die Gruben, als letzte 1976 jene von Pölfing-Bergla.
Im Jahre 1987 entschlossen sich der Kulturverein und die Marktgemeinde Pölfing-Brunn in Erinnerung an die bedeutende Industriegeschichte des Gebietes einen Schaustollen zu errichten. Untergebracht ist er in den großen Kellergewölben der einstigen Werksschule, die heute die Volksschule des Ortes ist. Ehemalige Bergleute bauten mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung einen naturgetreuen Kohlebergbau nach. Über ein holzgezimmertes Gesenke dringt man - an der kleinen Barbarakapelle vorbei - in eine den meisten Menschen unbekannte Welt vor. Im Halbdunkel der Grubenlampe erkennt man Abbau- und Fördereinrichtungen, Kohlenhunt und Pinsch, und die schweren Arbeitsgeräte, das Gezähe. Die Kumpel sind es auch, die heute noch die Besucher in den Schaustollen führen und ihr Wissen gepaart mit den Erlebnissen unter Tag weitergeben.
Eine reichhaltige Einführung mit Karten, Schaustücken, Fotos und Dokumenten gibt Aufschluß über die Entstehung der Kohle, sowie über die Geschichte der Gruben rund um Pölfing-Brunn.

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Kolonie Pölfing-Brunn